%0 Journal Article %A Gaida, Matthias Martin %A Hessel, Lukas %A Schimmel, Caroline Victoria %A Schulze, Klara %A Wagner, Verena %A Mayer, Philipp %A Albers, Jonas %A Duke, Elizabeth %A Loos, Martin %A Salg, Gabriel %T Virtuelle Histopathologie des Pankreas: 3D-Einblicke mittels synchrotronbasierter BildgebungVirtual histopathology of the pancreas: 3D insights using synchrotron-based imaging %J Die Pathologie %V 47 %N 2 %@ 2731-7188 %C [Berlin] %I Springer Medizin Verlag GmbH %M PUBDB-2026-00787 %P 136 - 143 %D 2026 %X HintergrundDie konventionelle histopathologische Diagnostik stößt bei der Beurteilung komplexer, dreidimensionaler Gewebearchitekturen an inhärente methodische Grenzen. Insbesondere bei heterogen zusammengesetzten Geweben wie dem Pankreas oder bei komplexen Gewebspathologien erschwert die Beschränkung auf zweidimensionale Schnittbilder die ubiquitäre Erfassung morphologischer Merkmale.Ziel der Arbeit (Fragestellung)Ziel dieser Studie ist es, das Potenzial der synchrotronbasierten Phasenkontrastbildgebung (SRµCT) für die hochauflösende, dreidimensionale Visualisierung verschiedener Pankreasgewebe zu demonstrieren. Anhand dreier paradigmatischer Fallbeispiele werden morphologische Parameter volumetrisch erfasst und mit korrespondierenden immunhistochemischen Markerprofilen korreliert.Material und MethodenGewebestanzen aus formalinfixierten, paraffineingebetteten Blöcken von humanen Pankreasgewebeproben wurden mittels SRµCT volumetrisch erfasst. Das untersuchte Probenmaterial wurde als Microarrays weiterverarbeitet. Konsekutive Schnitte und immunhistochemische Färbungen wurden mit den 3D-Datensätzen korreliert.ErgebnisseDie Bildgebung ermöglichte die differenzierte räumliche Darstellung funktioneller Kompartimente und neoplastischer Infiltrationsmuster. Nichtneoplastisches Gewebe zeigte klar abgegrenzte Kompartimente. Ein gut differenzierter neuroendokriner Tumor präsentierte trabekuläre Binnenstrukturen. Das duktale Adenokarzinom zeigte ein infiltratives Wachstumsmuster mit diffuser, heterogener Architektur, irregulären Gangformationen und Stromadesmoplasie. Die virtuelle Schnittführung ermöglichte die Analyse in jeder Raumrichtung. Durch Korrelation mit immunhistochemischen Markerprofilen konnten morphofunktionelle Merkmale validiert werden.SchlussfolgerungDie SRµCT ist eine hochsensitive Methode, die nichtinvasiv und ohne Färbung dreidimensionale Einsichten in die Gewebearchitektur des Pankreas unter Nutzung archivierter Paraffinblöcke erlaubt. Die Methode bietet neue Perspektiven für Forschung, Lehre und potenziell erweiterte Spezialdiagnostik. %F PUB:(DE-HGF)16 %9 Journal Article %R 10.1007/s00292-025-01533-8 %U https://bib-pubdb1.desy.de/record/646264